Autopflege: mit unseren Tipps ein Kinderspiel

Autopflege: mit unseren Tipps ein Kinderspiel
Autopflege

Ein gepflegtes Auto sieht nicht nur besser aus, sondern hat in der Regel auch eine längere Lebensdauer. Beim Stichwort Autopflege fällt den meisten wahrscheinlich sofort das Waschen des Autos von außen und das Aussagen des Innenraumes ein. Und das auch zu Recht. Allerdings gehört zu einer guten Autopflege mehr als nur ab und an mal durch die Waschstraße zu fahren und den Innenraum auszusaugen. Auch die Technik will gepflegt werden.

Sowohl aus Unwissenheit als auch aufgrund fehlenden Interesses werden viele Fahrzeuge nicht optimal gepflegt. Dadurch steigt der Reparaturbedarf an und der Wiederverkaufswert droht zu sinken. Das alles geht zu Lasten des eigenen Portemonnaies. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir in diesem Beitrag eine Reihe von Tipps für die richtige Autopflege für Sie zusammengestellt.

Waschen, Saugen, Polieren und Co.

Wie bereits Eingangs erwähnt, wissen zwar viele, dass das regelmäßige Autowaschen und die Innenraumreinigung Bestandteile der Autopflege sind. Trotzdem gibt es auch bei der Durchführung dieser Tätigkeiten oftmals noch Optimierungsbedarf.

Regelmäßiger Besuch der Waschstraße

Egal, ob Sie Ihr Fahrzeug in einer Waschstraße reinigen lassen oder in einer Selbstwaschanlage selbst Hand anlegen, wichtig ist, dass Sie es regelmäßig tun. Wenn Sie immer erst warten, bis Sie die Farbe Ihres Autos nicht mehr erkennen können, ist das nicht gerade förderlich für den Lack. Zudem sollten Sie darauf achten, dass alle Abflüsse und Öffnungen frei sind und nicht durch Blätter, kleine Äste und Co. verstopft sind, damit das Wasser gut ablaufen kann. Sonst besteht die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit im Innenraum bildet. Die Folge sind dann beschlagene Scheiben oder im Winter von innen vereiste Autofenster.

Lackpflege bringt das Auto zum Glänzen

Waschen alleine reicht für einen gepflegten Lack nicht aus. Eine optimale Lackpflege besteht aus den folgenden drei wesentlichen Schritten:

  • Auto waschen
  • Lack von hartnäckigen Verschmutzungen befreien
  • Schutz durch Politur.

Hartnäckige Verschmutzungen mit Reinigungsknete beseitigen

Das Beseitigen von hartnäckigen Verschmutzungen, die in der Waschanlage nicht entfernt wurden, ist nicht nur als Vorbereitung vor dem Polieren des Autolackes wichtig, damit keine Kratzer im Lack entstehen. Auch ansonsten ist es empfehlenswert, Insektenreste, die am Autolack kleben geblieben sind, Vogelkot und andere Anhaftungen zu beseitigen, da sich diese sonst in den Lack einbrennen und ihn ruinieren können. Das passiert insbesondere im Sommer durch starke Sonneneinstrahlung.

Autopflege Lackreiniger-Set

Autopflege mit dem AmbiClean Lackreiniger-Set

Am einfachsten geht das Entfernen von Insektenresten und Co. mit dem AmbiClean Lackreiniger Set. Dieses besteht aus der AmbiClean Reinigungsknete in drei verschiedenen Härtegraden und dem AmbiClean Spezial Gleitmittel für Reinigungsknete. Mit der Knete und dem Gleitmittel beseitigen Sie derartige Verschmutzungen, die nach der Autowäsche noch vorhanden sind, im Nu. Sie können auch Wasser statt des Gleitmittels nehmen, mit dem Gleitmittel ist die Lackreinigung allerdings besonders schonend. Verwenden Sie die Reinigungsknete aber in keinem Fall auf trockenem Lack.

Und so einfach geht es: Nehmen Sie ein handliches Stück der Reinigungsknete des passenden Härtegrades. Formen Sie dieses zu einer flachen Masse. Dann sprühen Sie das Gleitmittel auf die entsprechende Stelle des Lackes, sodass sich ein Gleitfilm für die Knete bildet, damit Sie diese sanft über die verschmutzte Stelle gleiten lassen können. Mit Streichbewegungen (keine kreisenden Bewegungen!) entfernen Sie nun den Schmutz. Kneten Sie dabei die Knete immer wieder durch, um den Schmutz in ihr zu binden. Danach polieren Sie die entsprechende Lackstelle mit einem Poliertuch aus Microfaser nach.

Wachspolitur schützt den Lack

Zwei- bis dreimal im Jahr sollten Sie Ihren Lack nach einer gründlichen Reinigung mit einer Politur mit Wachs behandeln. Dann perlt Wasser vom Lack ab und Verschmutzungen bleiben schlechter haften. Zudem bringt eine solche Politur den Lack zum glänzen.

Kleine Schäden im Lack ausbessern

Unter anderem durch Steinschläge können kleine Lackschäden an Ihrem Fahrzeug entstehen. Diese sollten Sie zum Beispiel mit einem Lackstift ausbessern. Denn solche Schwachstellen bieten ansonsten eine Angriffsfläche für Rost.

Mehr als nur Staubsaugen: die Autopflege im Innenraum

Auch der Innenraum bedarf regelmäßiger Reinigung. Neben Fußmatten ausklopfen und Staubsaugen, gehört dazu auch das Reinigen der Armaturen und der Scheiben. Wenn Sie die Türen von innen reinigen, vergessen Sie nicht von Zeit zu Zeit die Türgummis zu fetten. Da das Gummi anderenfalls mit der Zeit porös werden kann.

Kunststoffteile in und am Auto pflegen

Wenn Sie den Lack pflegen, kümmern Sie sich am besten auch gleich um die Kunststoffteile am Fahrzeug. Denn auch das gehört zur Autopflege dazu. Indem Sie die Kunststoffteile regelmäßig mit Pflegemitteln bearbeiten, schützen Sie diese davor zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung brüchig werden. Beim Reinigen des Plastiks achten Sie unbedingt darauf, geeignete Reiniger zu verwenden. Denn die falschen Mittel können das Plastik ansonsten angreifen.

Regelmäßige Wartungen und nötige Reparaturen

Mit den bisherigen Pflegetipps können Sie Ihr Auto von innen und außen zum Strahlen bringen. Allerdings sollte Ihr Auto nicht nur optisch gepflegt sein, sondern auch technisch. Denn das Auto soll schließlich nicht nur gut aussehen, sondern auch fahren. Mit einer regelmäßigen Autopflege und den folgenden Tipps vermeiden Sie aufwendige Fahrzeugreparaturen und sparen auf diese Weise hohe Reparaturkosten.

Notwendige Reparaturen nicht auf die lange Bank schieben

Um das Auto in einem technisch einwandfreien Zustand zu halten, sollten Sie es regelmäßig warten bzw. warten lassen. Werden dabei Mängel entdeckt, sollten diese möglichst zeitnah behoben werden, damit keine größeren Schäden daraus entstehen, deren Reparatur dann deutlich kostspieliger ist. Denn auch verdreckte Filter oder andere Kleinigkeiten können sonst ganz schnell einmal größere Schäden nach sich ziehen. Zudem ist auch ein Mehrverbrauch möglich.

Entsprechendes gilt, wenn etwas am Fahrzeug schleift oder klappert. Dann heißt es: ab in die Werkstatt oder selbst reparieren und die Angelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes nicht schleifen lassen. Auch austretende Flüssigkeiten sollten Sie in keinem Fall ignorieren.

Das Lebenselixier für den Motor: das Motoröl

Zudem sind regelmäßige Ölwechsel Pflicht. Falls Sie diesen selbst vornehmen, greifen Sie nicht zu dem nächstbesten Öl, sondern halten Sie sich bezüglich der Sorte genau an die Angaben im Handbuch Ihres Fahrzeuges. Wichtig ist es auch, beim Ölwechsel peinlichst genau auf Sauberkeit zu achten, damit keine Dreckpartikel in das frische Öl gelangen.

Darüber hinaus ist es unerlässlich, regelmäßig das Motoröl zu kontrollieren und das am besten nicht erst, wenn die Warnleuchte bereits angegangen ist. Denn diese reagiert erst zu einem sehr späten Zeitpunkt. Fehlt ausreichend Schmierung riskieren Sie einen Motorschaden. Am besten machen Sie beim Tanken kurz die Motorhaube auf und schauen nach dem Ölstand. Dann gerät es nicht in Vergessenheit.

Auch die Klimaanlage braucht Pflege

Verfügt Ihr Fahrzeug über eine Klimaanlage ist es auch Teil der Autopflege, diese zu pflegen. Lassen Sie dafür etwa alle drei Jahre einen Klima-Check machen. So können Sie einen Kompressorschaden vermeiden. Denn mit der Zeit geht Kältemittel verloren und die Filter können verstopfen.

Sollten Sie die Klimaanlage nicht durchgängig laufen lassen, um Treibstoff zu sparen, achten Sie darauf sie nicht über längere Zeiträume ungenutzt zu lassen. Denn sonst kann die Klimaanlage Schaden nehmen. Deshalb lassen Sie die Anlage zwischendurch immer Mal wieder laufen – auch im Winter.

Kleiner Tipp von uns: Starten Sie Ihr Auto mit ausgeschalteter Klimaanlage. Dann muss der Anlasser nur einen kleineren Widerstand überwinden, da der Kompressor für die Klimaanlage nicht mitgedreht werden muss. Diese Vorgehensweise schont folglich den Anlasser.

Reifendruck kontrollieren

Natürlich gehört auch ein pfleglicher Umgang mit den Reifen zur Autopflege dazu. Deshalb kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck und korrigieren diesen gegebenenfalls. Ansonsten können leichte Schäden im Reifen entstehen, die mit bloßem Auge schlecht zu erkennen sind, aber schwere Folgen haben können. Denn sie können Ursache eines Reifenplatzers sein. Das ist nicht nur sehr gefährlich, sondern kann auch ordentlich teuer werden.

Und auch das gehört zur Autopflege: verschleißarme Fahrweise

Zur Autopflege gehört aber nicht nur Putzen, warten und reparieren, wenn etwas verschlissen bzw. kaputt ist. Ein wesentlicher Teil der Pflege ist es auch, die Technik des Fahrzeuges durch eine angemessene Fahrweise zu schonen. Auch hierzu haben wir ein paar Tipps für Sie auf Lager:

Autopflege

Autopflege durch eine vernünftige Fahrweise

Schaltgetriebe: Kupplung und Getriebe schonen

Wenn Sie ein Fahrzeug mit Schaltgetriebe fahren, lassen Sie die Autopflege auch diesbezüglich nicht schleifen. Und da sind wir bereits beim richtigen Stichwort. Denn Sie sollten Ihre Kupplung nicht ständig schleifen lassen. Das bekommt der Kupplung nicht so gut. Ebenfalls schlecht für Ihre Kupplung ist es, wenn Sie die Gänge immer „reinkloppen“. Das führt gleichzeitig auch zu einem höheren Verschleiß im Getriebe. Außerdem sollten Sie es vermeiden, kein Richtungswechsel im Rollen vorzunehmen. Schalten Sie deshalb erst vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang, wenn Ihr Auto zum Stehen gekommen ist. Anderenfalls können die Synchronringe in Mitleidenschaft gezogen werden.

Schlaglöcher, Kopfsteinpflaster und Bordsteine

Um Ihre Radaufhängungen, Stoßdämpfer und die Reifen zu schonen und deren Verschleiß zu senken, versuchen Sie, Schlaglöchern auszuweichen oder diese nur mit einer sehr niedrigen Geschwindigkeit zu passieren. Auch über Kopfsteinpflaster sollten Sie nicht rasen, sondern ein gemächliches Tempo an den Tag legen. Bei Bordsteinen gilt Entsprechendes. Egal, ob Sie auf den Kantstein rauf müssen oder von ihm herunterfahren, tun Sie dies nur sehr langsam. Übrigens: Auch extreme Niederquerschnittsreifen belasten die Radaufhängung.

Kurze Strecken mit dem Auto vermeiden

Sehr kurze Wege sollten Sie eher zu Fuß oder mit dem Fahrrad als mit dem Auto zurücklegen. Denn viele Kurzstrecken bekommen Ihrem Auto nicht gut und sind deshalb in Sachen Autopflege nicht ratsam. Denn auf solchen Strecken bleibt der Motor kalt. Das führt dazu, dass die Lager stärker verschleißen. Zudem können sich Kondenswasser und Kraftstoff im Öl sammeln, wenn dieses durch die kurze Fahrzeit nicht richtig auf Betriebstemperatur kommt.

Wenn Sie für kurze Strecken das Auto stehen lassen, bewahren Sie außerdem den Auspuff vor Korrosion. Denn bei sehr kurzen Fahrten bleibt in der Regel Kondenswasser in der Auspuffanlage zurück, da die Rohre nicht richtig heiß werden. Durch die Feuchtigkeit kann dann leicht Rost entstehen. Sie schonen zudem nicht nur Ihren Auspuff und tragen so zur Autopflege bei, sondern tun gleichzeitig etwas für Ihre körperliche Fitness und damit für Ihre Gesundheit, wenn Sie das Auto auch mal stehen lassen.

Kein Vollgas solange der Wagen noch kalt ist

Solange der Wagen die Betriebstemperatur noch nicht erreicht hat, also der Motor und das Öl noch kalt sind, sollten Sie noch kein Vollgas geben. Denn eine solche Fahrweise kann zu stark erhöhtem Verschleiß führen, da die Lager noch nicht optimal geschmiert sind.

Beim Parken hört die Autopflege noch nicht auf

Mit den vorangegangen Tipps können Sie bereits eine Menge erreichen und die Lebenserwartung Ihres Autos deutlich steigern, während Sie gleichzeitig die Reparaturanfälligkeit senken können. Aber damit ist noch nicht Schluss. Selbst beim Abstellen Ihres Fahrzeuges können Sie noch etwas in Sachen Autopflege tun. Parken Sie Ihr Auto am besten in einem Carport. Dieses bietet Schutz vor diversen Witterungseinflüssen, wie zum Beispiel durch Regen, Hagel, Schnee oder starken Sonnenstrahlen. Gleichzeitig ist für eine gute Belüftung gesorgt. In einer Garage hingegen fehlt Letztere oft. Dann besteht Rostgefahr, wenn das Auto nass hineingestellt und die Garage verschlossen wird.

Bildnachweise:
Titelbild © Maria Sbytova – Fotolia.com;
Bild mit Kind im Blechauto © Jenny Sturm – Fotolia.com

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